Die letzte Etappe.... Mit gerade mal 100 km und 1800 Höhenmeter war nahezu eine Flachetappe verglichen mit Anstrengungen der letzten 6 Tage. Die meisten waren aufgrund des letzten Tages aufgeregt und es wurde von der Rennleitung nochmal darum gebeten trotz allem rücksichtsvoll zu fahren. Carsten und ich waren fast ein wenig traurig, dass es schon zu Ende gehen sollte. Wir hatten uns so richtig eingefahren und es hätte durchaus noch ein paar Tage weitergehen können.
Vom Start weg lief es richtig gut und wir hatten eine super Gruppe. Leider wurden wir kurz vor dem Fai della Paganella ausgebremst da wir an einem Bahnübergang anhalten mussten. So zeigt sich wie gut es sein kann in einer Gruppe weiter vorne zu fahren... Doch lief es danach umso besser bei uns. Team um Team konnten wir am Berg überholen und fuhren eine tolle Etappe. Sehr schön war nach dem letzten Anstieg auf den Ballino der Blick hinunter nach Riva. Die abschließende Abfahrt war so richtig zum genießen und so rollten wir voller Freude und Stolz ins Ziel. Doch benötigten wir nur 3:10 Stunden für die Strecke, was ein schnitt von 30,3 km/h bedeutete. Insgesamt bewältigten wir die 850 km und 18.760 Höhenmeter in einer Fahrzeit von 36:17 Stunden. Dies bedeutete einen Gesamtschnitt von ca. 23,4km/h womit wir unser angestrebtes Ziel von 20 km/h deutlich übertrafen!
Dort empfingen uns meine Eltern, die im sich Zielbereich die Finisher bereits seit geraumer Zeit angeschaut und begrüßt hatten. Wir genossen erst einmal zusammen ein Siegerbier, gaben unsere Räder für den Rücktransport ab und machten uns dann auf die Suche nach unserer Unterkunft. Dabei half uns sehr, dass meine Eltern mit dem Rad da waren, denn so brauchten wir die Taschen nicht zu schultern... In Riva hatte ich ein Zimmer in der Jugendherberge gebucht, welches sich als ziemlich luxuriös herausstellte. Es war wohl das größte Zimmer der ganzen Woche und auch das Bad war sehr groß. Allerdings mussten wir die Betten selber beziehen, doch machte uns dieses für nur 19,- Euro nicht viel aus. Wir warfen auch nochmal einen Blick in die Massenunterkunft und waren froh, dass wir die ganze Woche unser eigenes Zimmer mit Bad gehabt zu haben.
Nachdem wir uns erfrischt hatten ging es wieder zum Zielbereich wo wir gemeinsam bei Pommes, Nudeln und Grillhähnchen mit 1100 anderen auf die abschließende Siegerehrung warteten. Schließlich durften auch wir aufs Podest und erhielten unsere Finisher Trikots. In der abschließenden Abendstimmung ging es dann auch noch ein wenig in die Dizze, wo wir unsere müden Beine noch lockerten...
Glückselig aufgrund der erfolgreichen Überquerung der Alpen vielen wir ins Bett.
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