Bei unseren bisherigen Besuchen hatte ich ja schon einige Almen mit dem Fahrrad erkundet, doch fehlte mir noch etliche. So wollte ich in diesem Urlaub endlich auch mal ein paar unbekannte Auffahrten wagen. Zwei davon lagen auf der Westseite des Tals und bedingten auch eine etwas längere Anfahrt im Tal selbst. Dieses war auch der Grund, warum ich diese Almen bisher nicht angefahren hatte. Ich nutzte dieses mal auch mehr die Zeit am Nachmittag, nachdem wir von unseren Wanderungen zurück waren. Marten hatte Dominik zum spielen und Urte ruhte sich auch gerne vor dem Abendessen nochmal aus. Ich hatte mir in Strava auch die entsprechenden Routen geplant und fuhr danach auch los, wenn ich mich auch nicht vollends darauf verließ. So kam was kommen musste ich verwechselte gleich zwei Almen miteinander und bog zu früh in Richtung Berg ab. Dies hatte die Folge, dass der Routenplaner immer versuchte mich anderweitig zu führen. Kurzerhand entschied ich mich mich nur nach den Schildern zu richten, schließlich gab es nicht so viele Forstwege, die bergauf führten und mit dem Rad befahrbar waren. Der Anstieg selbst war recht gleichmäßig und ließ sich gut fahren, auch wenn die ein oder andere Rampe mich aus dem Sattel zwangen. Erneute stellte ich fest, dass die Forstwege doch so glatt waren, dass ich sie problemlos ohne Federgabel fahren konnte. Der niedrige Luftdruck in den Reifen kompensierte deutlich mehr als erwartet. Oben lagen zwei Hütten direkt gegenüber und ich war mir nicht sicher wo ich einkehren könnte. Es zeigte sich dass die eine Hütte nur privater Natur war und man dort bereits Vorbereitungen zum Abendessen traf, der Grill war bereits am aufheizen. So ging ich zur anderen Hütte, dort waren die Bänke bereits hochgeklappt, doch bekam ich noch etwas zu trinken. Nach einer entspannten Pause in der Sonne ging es wieder zurück ins Hotel. Leider hatte ich meinen Tacho zwischendurch gestoppt, so dass zwei Touren aufgezeichnet wurden.
Bergab rollte es wie immer sehr gut und auf der Strasse im Tal konnte ich sogar den ein oder anderen Freizeitradler locker überholen, was so richtig Spaß machte.
Am Abend gönnte ich mir dann auch den ersten Eisbecher der Woche, schließlich soll man mit alten Tradition ja nicht so leicht brechen :-)
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