Die heutige Tour sollte mich auf die andere Seite des Tals führen und und anschliessend plante ich die Runde von gestern in umgekehrter Richtung zu fahren. So hatte ich den Vorteil einen Teil der Strecke bereits zu kennen und musste nicht so häufig anhalten und auf die Karte schauen. Die Vorteile eines GPS geführten Radcomputers hatte ich zu der Zeit noch nicht. Der erste Anstieg ging durch einen Wald und liess sich auch gut fahren, wie alle Auffahrten eine eher moderate Steigung vorwiesen. Dieses war aber in Anbetracht des frühen Zeitpunkts im Jahr auch bitter nötig. Steigungen, wie ich sie später im Jahr in den Alpen fahren würde, wären zu diesem Zeitpunkt mit meinem Trainingszustand auch nicht zu bewältigen gewesen.
Im oberen Bereich der zweiten Steigung wurde der Wald deutlich lichter und ich konnte erneut meinen Blick scheifen lassen. Immer wieder tauchten kleine Dörfer auf und ich rechnete jederzeit damit das klassische Bild von alten Leuten am Strassenrand auf einem Stuhl oder Bank sitzten zu sehen. Doch waren so gut wie gar keine Personen unterwegs und ich fragte mich immer wieder womit die Leute hier ihren Lebensunterhalt bestritten. Nach einer längeren Abfahrt überquerte ich wieder die Hauptstrasse und machte mich an den Aufstieg, den ich gestern hinunter gefahren war. Diese Teil ließ sich auch wieder schön fahren und obwohl ich die Strecke kannte waren die Eindrücke doch andere.